Das Doc-Gebiet
Die Grave erstrecken sich über eine Fläche von circa 7.500 Hektar entlang des Flusses Tagliamento über die Provinzen Pordenone und Udine in Friaul.
Die Friauler Hochebene liegt hinter dem Voralpenbogen und lässt sich darstellen als eine Naturlandschaft von seltener Ursprünglichkeit. Es handelt sich um ein weites Land das gestaltet wurde durch die Anschwemmungen der Flüsse Meduna, Cellina und Tagliamento. Im Lauf der Jahrtausende haben sie durch die Kraft ihrer Wässer riesige Mengen an kalkreichem Material aus den Dolomiten gerissen und in die Täler entlang ihrer Flussbetten hinunter getragen.
Die gesamte Ebene ist ein aus diesen Sedimenten gebildetes Schwemmland und zwar grobsteinig im nördlichen Teil des DOC-Gebietes und feinkörniger je weiter die Flüsse ihrem Weg folgen bis in die unmittelbare Nähe zur Küste. Die Berge haben aber nicht nur den Boden der Grave geprägt, sie schützen es auch vor den kalten Winden aus dem Norden.
Dieser Umstand bewirkt zusammen mit dem günstigen Einfluss der nahen Adria ein für den Weinbau ganz besonders günstiges Klima. Es gibt jedoch noch einen weiteren Grund, weshalb die Region Grave für die Erzeugung hoher Qualitäten prädestiniert ist: der von zahlreichen Steinen überzogene Boden übt in zweifacher Hinsicht einen positiven Effekt auf die Reben aus: Während des Tages reflektiert er die Sonnenstrahlen, die für das Ausreifen der Trauben wichtig sind, um dann während der Nachtstunden die Wärme wieder zu reflektieren, die er in den heißesten Stunden des Tages gespeichert hat. Dieser Einfluss ist speziell in den Spätsommertagen von Bedeutung da er es erlaubt, den Lesezeitpunkt hinauszuschieben und Trauben von höherer Zuckerkonzentration und größerem Aromareichtum zu gewinnen. Es ist kein Zufall, dass die Weinbauern früherer Zeiten bestrebt waren, die Böden ihrer Weingärten mit Steinen zu bedecken um so die typischen Gegebenheiten der Grave nachzuahmen.
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